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Testovarium




B. Spermatozoen). Dabei sind Fălle, wo auf einer Korperseite ein Hoden, auf der anderen ein Ovarium ausgebildet ist, weitaus in der Minderzahl. In der groBen Mehrzahl findet sich auf einer Korperseite (selten auf beiden) eine sog. Zwitterdriise (Testovarium oder Ovotestis je nach der stărkeren Ausbildung von Eierstock- oder Hodenparenchym), in welcher das Eierstockgewebe meist besser differenziert ist und in der Regellateral oder peripher dem Hodenteil angelagert ist; einmal wurde es auch in der Tiefe des Organs gefunden. Die Diagnose des Hodenteiles solcher Keimdrusen kann oft wegen der fast immer zu einem sehr fruhen Zeitpunkt einsetzenden Atrophie auch mikroskopisch sehr schwierig sein. Die ăuBeren Geschlechtsteile sowie die Ableitungswege der Geschlechtsprodukte konnen ebenso wie die sekundăren Sexusmerkmale eine Vermengung mănnlicher und weiblicher Zuge zeigen. Ein hypoplastischer (manchmal zweihOrniger) Uterus und, wenn auch rudimentăre, Tuben sind vorhanden; dieNebenhodenmeist stark unterentwickelt, ofters ohne deutliche Verbindung mit der Keimdruse, Samenleiter wenigstens auf kurzere oder lăngere Strecken nachweisbar, wăhrend Samenblasen fehlen. Eine mehr oder weniger gut ausgebildete Prostata scheint immer vorhanden. Sehr selten finden sich Unterschiede nach den Korperseiten, eine Art "gynandromorpher" Einschlag mit seitlicher Differenz in der Korperbehaarung, sowie in der Gestaltung der Prostata, des Beckens usw. Die ăuBeren Geschlechtsteile konnen alle jene Verbildungen zeigen, wie sie der sog. Hermaphroditismus externus (s. u.) mit sich bringt. Mikroskopisch ist in der sog. Zwitterdriise neben dem Verhalten des Eierstockanteiles bezuglich Anwesenheit von Follikeln oder Eizellen sowie Corpora candicantia und auch des Stromas, welches durch seine so ungemein kennzeichnende Art allein schon fast als beweisend fur die Organnatur anzusehen ist, dem im Falle der Atrophie schwerer zu erkennenden Hodenteil besonderes Augenmerk zuzuwenden. Verwechslung gewundener verodeter BlutgefăBe mit verodeten Hodenkanălchenabschnitţen ist auch bei entsprechender Fărbung der elast1schen Elemente durchaus moglich. Ebenso konnen die gelegentlich "adenomartig" gewucherten Retekanălchen oder Markstrănge von Mindergeubten irrtumlich als Hodenkanălchen angesprochen werden. Auch groBere Anhăufungen von Zwischenzellen, wie sie in atrophischen oder verlagerten Hoden hăufig vorkommen, sind fur die Hodennatur nicht beweisend, da ganz gleichartige Zellen in der Umge.bung des Rete ovarii, mitunter in groBer Menge, bei Frauen (z. B. bei "Barba virilis") durchaus nicht selten sind. Sie finden sich dann auBerhalb der Keimdriise im GefăBstiel genau so, wie in jenem des atrophischen Hodens, entlang den BlutgefăBen und feinen Nervenstămmchen. Blastomati:ise Entartung (sog. Disgerminom) der Keimdrusen und anderweitige MiBbildungen kommen bei echten Zwittern ebenso vor, wie bei Scheinzwittern. Verănderungen an den Nebennieren, wie sie fiir die weiblichen Zwitter kennzeichnend sind, scheinen zu fehlen. Die bis.ţl!Jr beobachteten glandulăren Zwitter Iebten in der Uberzahl dauernd als Mănner oder Weiber; nur selten ereignete sich ein Geschlechtswechsel nach Eintritt der Pubertătszeit. Die Psyche zeigt eine gewisse Unabhăngigkeit von der morphologisch oder funktionell uberwiegenden Keimdrusenart, ăhnlich den anderen sekundăren Sexuszeichen und Ofters im Gegensatz zum Habitus. Letzterer weist vielfach Vorherrschen weiblicher Merkmale auf mit starker... [стр. 969 ⇒]